Die Geschichte des Weinbaus in Franken

Weinbau hat in Franken eine lange Tradition: Den ersten Weinanbau gab es bereits im 4. Jahrhundert. Im Mittelalter betrug die Rebfläche 100.000 ha - damit war Franken das größte Anbaugebiet des Kaiserreichs. 

Heute gibt es im Weinbaugebiet Franken etwa 6.000 Hektar Rebflächen; sie erstrecken sich von Bamberg bis Aschaffenburg. Die Reben stehen vorwiegend auf geschützte Lagen entlang des Mains und an den Hängen des Steigerwalds.
Infolge der Bodenbeschaffenheit und des milden Klimas am Main entstehen sehr mineralstoffhaltige Weine mit würzigem Geschmack. Der Mineralstoffgehalt der Weine spielt deshalb – anders als in allen anderen Anbaugebieten – bei der Qualitätsprüfung ebenfalls eine Rolle. Aus der typischen Rebsorte Silvaner werden neutral-fruchtige, erdige Weine erzeugt, die zu den besten in Deutschland gehören. Die Dominanz des weniger ertragreichen und „schwierigen" Silvaners ging allerdings schon vor Jahrzehnten zugunsten des Massenträgers Müller-Thurgau zurück, der zeitweise über die Hälfte der Rebfläche einnahm.